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GEV
Gemeinschaft
Emissionskontrollierte
Verlegwerkstoffe e.V.
Emissionsklassen
EMICODE ist das geschützte Zeichen der GEV. Es ist die Bezeichnung für ein Klassifizierungssystem, mit dem sich Verlegewerkstoffe nach ihrem Emissionsverhalten in die drei folgenden Klassen einstufen lassen:
EMICODE EC 1 plus - sehr emissionsarm plus
EMICODE EC 1 - sehr emissionsarm
EMICODE EC 2 - emissionsarm
Die EMICODE-Einstufungsbereiche für TVOC (total organic volatile compounds = Summe der flüchtigen organischen Substanzen) wurden für einzelne Gruppen von Verlegewerkstoffen wie folgt festgelegt:
| µg/m³ |
nach 3 Tagen TVOC |
nach 28 Tagen TVOC / TSVOC |
| EMICODE EC 1 plus |
_ 750 |
≤ 60 / 40 |
| EMICODE EC 1 |
≤ 1000 |
≤ 100 / 50 |
| EMICODE EC 2 |
≤ 3000 |
≤ 300 / 100 |
Die Messung der TVOC-Abgabe (Gesamtemission) erfolgt nach 10-tägiger Lagerung des Verlegewerkstoffes in einer Prüfkammer.
GEV - Prüfmethode
Das Emissionsverhalten von Verlegewerkstoffen wird nach definierter Lagerung in einer Prüfkammer ermittelt. Es erfolgt eine Überprüfung auf bestimmte Stoffe, die gemäß Europäischem und/oder nationalem Deutschem Gefahrstoffrecht als krebserzeugend oder krebsverdächtig (Einstufung als K1, K2 oder K3) angesehen werden. Als Adsorbentien werden hierfür Tenax oder andere geeignete Substanzen eingesetzt. Weiterhin werden Langzeit-Emissionen bestimmt, und zwar durch Adsorption an Tenax und Thermodesorption.
Der zu prüfende Verlegewerkstoff wird auf Glas aufgetragen und in der Prüfkammer gelagert. Die Prüfkammer entspricht etwa einem 16 qm großem, 2,5 m hohem Raum. Die Kammer wird definiert belüftet. Nach 24 h / 10 Tagen wird die ausströmende Luft analysiert.
Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e. V.
Kritische Verbraucher fordern mit Recht verlässliche Aussagen über Produkte, die in Innenräumen Verwendung finden. Verlangt werden Baustoffe und Einrichtungsgegenstände, die keine flüchtigen, organischen Stoffe (Emissionen) an die Raumluft abgeben und nicht zu Gerüchen führen. Betroffen sind hiervon auch Verlegewerkstoffe, zB Klebstoffe, Grundierungen, Spachtelmassen und Unterlagen.
Versuche, das Emissionsverhalten von Produkten mit Prüfzertifikaten oder durch Begriffe wie „emissionsarm“ zu beschreiben, mussten den Verbraucher bislang irritieren, da verbindliche Bewertungsmaßstäbe und standardisierte Messmethoden fehlten.
Unternehmen der deutschen Klebstoffindustrie haben deshalb die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe (GEV) gegründet. Zweck dieser Initiative ist es, Planern, Verbrauchern und Fachhandwerkern firmenübergreifend und wettbewerbsneutral eine einfache und verlässliche Orientierungshilfe bei der Beurteilung und Auswahl von Verlegewerkstoffen unter Gesichtspunkten des Verbraucher- und Umweltschutzes zu geben:
Das Produkt-Kennzeichnungssystem EMICODE®
Verlegewerkstoffe, die mit dem GEV-Zeichen EMICODE EC1® als „sehr emissionsarm“ gekennzeichnet sind, bieten größtmögliche Sicherheit vor Raumluftbelastungen. Dem System EMICODE® liegen eine exakt definierte Prüfkammeruntersuchung und strenge Einstufungskriterien zugrunde. Sie wurden vom Technischen Beirat der GEV mit fachlicher Unterstützung durch das Umweltinstitut Miljö-Chemie, das Teppich Forschungsinstitut (TFI) und die Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden (GuT) erarbeitet.
Die einheitliche Verwendung von EMICODE® durch die GEV-Mitglieder gibt allen Branchenpartnern Sicherheit bei der Auswahl von Verlegewerkstoffen und schafft Vertrauen bei den Verbrauchern.
EMICODE® und GEV sind Zeichen der Kompetenz und Verantwortung für einen ganzheitlichen Verbraucher- und Umweltschutz.
Mit dem EMICODE® - Kennzeichnungssystem ausgezeichnete Produkte stehen für moderne, lösemittelfreie und emissionsarme Verlegewerkstoffe. In puncto Raumluftqualität sind sie der ökologisch richtige Weg für zeitgemäße Verlegetechnik.
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